Einordnung

Kinderkrankheit Scharlach, auch bei Erwachsenen tritt sie auf.

Scharlach, auch Scarlatina genannt, gehört zu den Kinderkrankheiten, es sind jedoch auch immer wieder ältere Menschen davon befallen. Es handelt sich bei Scarlatina um eine von Bakterien ausgelöste Infektion, die mittlerweile dank fortschrittlicher Medizin fast immer folgenlos ausheilt. Eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Scharlach spielt Antibiotika, als es diese Mittel noch nicht gab, sind viele Infektionen tödlich verlaufen. Heute treten bei der Erkrankung nur noch selten Komplikationen auf, gefürchtet ist vor allem ein septischer Verlauf von Scharlach, aber auch die mögliche Entzündung der Nierenkörperchen oder des Herzmuskels sind in seltenen Fällen möglich. Bei komplizierten Verläufen von Scharlach ist in einigen Fällen die stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig, um eine vollständige Genesung zu gewährleisten.

Scharlach als weltweite Infektionskrankheit.

Die Krankheit Scarlatina tritt weltweit auf, immer wieder kommt es zu Epidemien in Ballungszentren, besonders gefährdet sind Schulen und Kindergärten. Für die Entstehung der Krankheit sind Bakterien namens Streptokokken verantwortlich, diese verändern sich im Laufe der Zeit, so dass auch eine zweite Scharlacherkrankung durchaus möglich ist. Allgemein ist bekannt, dass eine einmal durchgestandene Episode von Scarlatina für einen lebenslangen Schutz vor weiteren Infektionen sorgt. Dies ist nur dann der Fall, wenn es sich um die gleiche Bakteriengruppe handelt, wie bei der Erstinfektion. Da es zahlreiche Unterarten der Streptokokken gibt, erleiden viele Menschen im Lauf ihres Lebens wenigstens zwei Scharlachinfektionen. Völlig vor der Ansteckung geschützt sind Kinder bis zum sechsten Lebensmonat, sie haben aus dem Organismus der Mutter ausreichend Antikörper im Blut.

Penicillin das beste Antibiotikum gegen Scharlach.

Bei einer Infektion mit Scharlach ist die Einnahme von Antibiotika absolut notwendig. Werden die Medikamente nicht regelmäßig oder zu kurz eingenommen, steigt das Risiko von Folgeschäden enorm an. Präparate mit dem Wirkstoff Penicillin gehören zu den Mitteln erster Wahl bei der Scarlatinabehandlung. Da viele Patienten allerdings auf Penicillin allergisch reagieren, stehen mittlerweile auch Alternativen zur Verfügung. Die Einnahmedauer der Medikamente sollte mindestens 10 Tage betragen, um einen Rückfall auszuschließen. Setzt der Patient die Tabletten eigenmächtig ab, kann ein Krankheitsrückfall eintreten, der dann mit einer erneuten Antibiotikaeinnahme behandelt werden muss.

Symptome bei Scharlach nicht immer gleich.

Die Symptomatik bei einer Infektion mit Scharlach ist nicht immer gleich, einige Patienten weisen nur wenige Symptome auf, während andere Menschen mitunter einige Tage Bettruhe einhalten müssen. Klassisch für Scharlach sind der Hautausschlag, sowie die Himbeerzunge. Der Scharlachausschlag ist relativ eindeutig zu identifizieren, anders als bei vielen Hauterkrankungen tritt kein Juckreiz auf. Auch die Himbeerzunge ist ein klassisches Symptom von Scharlach und kann vom Arzt eindeutig zugeordnet werden. Meist begibt sich der Patient allerdings schon bevor diese eindeutigen Symptome auftreten zu einem Arzt, da Scharlach mit hohem Fieber und Gliederschmerzen einher geht. Die Übertragung der Bakterien findet per Tröpfcheninfektion statt, allerdings ist auch Vorsicht geboten, wenn offene Wunden mit Streptokokken in Kontakt kommen. Es gibt die Möglichkeit einer Ansteckung über die Haut, in diesem Fall kommt es ausgehend von der Infektionsstelle zu einem Ausschlag, der sich über den gesamten Körper ausbreiten kann. Bei dieser Form der Ansteckung bleiben Symptome wie Halsschmerzen völlig aus, Fieber und Gliederschmerzen können jedoch trotzdem auftreten.

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